T5 Cachetipps

In Deutschland allein gibt es über 10.000 T5 Geocaches. Alle wirst du nie machen können. Deshalb stellen wir hier solche vor, die sich aus der Masse herausheben und uns besonders in Erinnerung blieben. Eine lockere Sammlung.

 

Neckarsteig - Weitwandercache mitten in Deutschland

Die Geologie des Hohen Göll - Alpiner 5/5 Earthcache

Horka Pumpenhaus - 5/5 Virtual in Sachsen

Neckarsteig - Weitwandercache mitten in Deutschland

In Zeiten, wo die nächste Quickie-Dose nur wenige Meter entfernt ist und damit der Wert jedes Caches immer weiter sinkt - in solchen Zeiten gibt es sie noch, die Dosen-Leuchttürme. Caches, die scheinbar jedem Trend widerstehen. Ein solcher Anachronist ist der Neckarsteig, GC3BKKR. Eine Woche Wandern für nur einen Log! 

Die Rahmendaten: knapp 130 Kilometer Wanderstrecke inmitten von Deutschland, über 3000 Höhenmeter. Der Weg kann in beide Richtungen begangen werden. Start des Multis ist der Bahnhof Bad Wimpfen, Ende das Heidelberger Schloss. Der Fernwanderweg läuft entlang des Neckars über Wiesen, durch Wälder, passiert zahlreiche Burgruinen und hat auch einige Steilpassagen zu bieten. Natur und Kultur treffen perfekt aufeinander. Der Weg kann ganzjährig begangen werden. Es gibt eine eigene Homepage www.neckarsteig.de

 

Was geil ist:

  • Entschleunigung: wir empfehlen das Teil am Stück. Und zwar nicht in drei Tagen runterknallen, sondern am besten 6 Tage plus ein Reservetag. So liegen die Etappen meist um ca. 20 Kilometer. Im Sommer hat man noch genug Zeit für weitere Dosen, und trotzdem lebt man ein Outdoor-Leben mitten in Deutschland
  • Verkehrserschließung: da regelmäßig eine S-Bahn am Neckar verkehrt, kann man problemlos anreisen bzw. den Cache in Einzeletappen aufteilen (was viele tun).
  • Beschilderung: das blaue geschwungene N kann man kaum verlieren, das GPS benötigt man nur an den jeweiligen Stages
  • Puzzle System: die Stages sind als Waypoints fest vorgegeben und deshalb gut anzusteuern. Vor Ort muss man das richtige Bild zuordnen aus einem Bildpuzzle und bekommt so einen Zahlenwert. Am Schluss addiert man nur Zahlen - keine unendliche Rechnerei wie an so vielen anderen Multis! Pfiffig: da es mehr Bilder gibt als Stages, weiß man bis zum Schluss nicht die Lösung
  • Übernachtung: wer am Stück geht, hat unendliche Möglichkeiten von Zelt bis Hotel. Auch kann man ein Basecamp einrichten (z.B. in Mosbach oder Eberbach) und jeden Tag die neue Etappe per Bahn anfahren. Für Hardcorer: wild Zelten kombiniert mit Bankschlafen in offenen Schutzhütten 
  • Verpflegung: täglich passiert man mindestens eine Siedlung mit Einkaufsmöglichkeiten. Wasser findet man zusätzlich in Bächen oder Brunnen. Man muss ja nicht gleich aus dem Neckar trinken ;-) Der wird auf der gesamten Tour übrigens nur vier Mal überquert

 

Was du brauchst: etwas Wanderkondition. Eigentlich ist nur die letzte Etappe Neckarsteinach-Heidelberg knackig mit etwa 1000 Höhenmetern. Trekkingstöcke helfen. Handyempfang ist generell gut. Trotzdem empfehlen wir einen Papier-Ausdruck des Bilder-Puzzles.

 

Fazit: wer den Neckarsteig gewandert ist, wird diesen Cache nicht so schnell vergessen. Das einfache Bilder-Sammelsystem behindert nicht das Wandererlebnis. Zu Recht ein T5 wegen des Aufwands. So muss Geocaching sein!

Die Geologie des Hohen Göll - Alpiner 5/5 Earthcache

Der Hohe Göll ist ein 2522 hoher Berggipfel im Nationalpark Berchtesgaden, wenige Meter hinter der deutschen Grenze. Der dortige Earthcache Die Geologie des Hohen Göll (GC31FTV) ist der einzige 5/5er Earthcache weit und breit. Für Statistiker also der Burner.

 

Vor dem Loggen steht aber eine anspruchsvolle Alpintour. Die große Runde - Kehlsteinhaus - Klettersteig Mannlgrat - Hoher Göll - Göllscharte - hohes Brett - Carl-von-Stahl-Hütte. dauert mit (Log-)Pausen und -abstechern etwa 9 Stunden. Saldo mindestens je 1000 Höhenmeter auf- und ab in exponiertem Terrain. Die Alpinratgeber empfehlen zu Recht Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Es hat hier schon viele tödliche Unfälle gegeben.

 

Was geil ist:

  • Klettersteig Mannlgrat: ständiges Auf und Ab in einem B Steig, also mittleres Niveau. Klettersteigset ist Pflicht.
  • Sehr cremige Aussichten: wegen der stellenweise extremen Exponiertheit hat man traumhafte Ausblicke ins Tal. Bei schönem Wetter unvergesslich

 

Cache-O-Meter: Der EC ist an sich gut zu lösen, erfordert aber etwas Internet-Recherche und vor Ort einige Fotos. Am besten absteigen zur Göllscharte und das Hochtal "Umgäng". Dort liegt nicht nur ein weiterer T5er The Hole GC2GMXA, sondern man bekommt auch alle nötigen Bilder auf einem Fleck Weitere T5 Caches sind entlang des Grates und etwas abseits der Route Richtung Stahlhütte vorhanden. Geschenkt werden die einem aber nicht immer.

 

Du brauchst: Gute Kondition, am besten zwei Tage Zeit (Übernachtung im Tal oder Stahlhütte oder Purtschellerhütte), Alpinerfahrung und eine gute Wettervorhersage. Außerdem dicke Oberschenkel für lange Abstiege

 

Fazit: Eine wirklich tolle Alpintour. Zwar hier und dort etwas geröllig, aber auf jeden Fall ein Highlight im T5 Cacherleben. Im Vergleich zur Funivia Legende GC22223 mehr Fels- und Grat-Anteile (Exponiertheit). Funivia ist dagegen am Schluss technischer und konditionell fordernder (Höhe).

Horka Pumpenhaus - einziger 5/5 Virtual Europas

Der einzige 5/5er Virtual Cache in Europa, und jedes Sternchen wert. Haupthindernis liegt für die meisten wohl bei der Tauchlizenz: Horka Pumpenhaus (GCNQ40) ist ein Lostplace-Tauchcache in einem alten Steinbruch. Die Tauchbasis bzw. die zierliche Fränkin Cosima ist Eigner des Sees und verlangt ein Brevet (Tauchlizenz OWD oder AOWD oder Master etc.).

 

Tiefste Stelle derzeit -34 Meter unter Wasserspiegel. In Tauchersprache: AOWD. Mit normaler Tauchlizenz (open water diver) darf man offiziell nur bis -18m tauchen, erst mit einem advanced-Tieftauchschein geht es in die Dunkelheit. Natürlich muss man für diesen Cache an die (fast) tiefste Stelle des Sees, die Reste eines altes Pumpenhauses. Das Lostplacetauchen ist einfach saugeil: im See findet man alte Rohrsysteme, Schienen, Schilder, Loren. Aber auch einen Zigarrettenautomat, eine Bierbank mit Laptop, ein Motorrad, einen versunkenen Wald und sogar Haie. Die sind aus Plastik. Toll auch die ins Bodenlose abfallenden Granitwände!

 

Horka liegt ganz im Osten der Republik. Der Steinbruch wurde in den Achtzigern aufgegeben und läuft seitdem jedes Jahr voller. Die Location ist wirklich äußerst schön, und auch das Tauchen besonders: im Frühjahr soll es Sichtweiten von über 20m bei kristallklarem Wasser geben. Wir hatten im September noch immer 10 Meter.

 

Taucherinfos: es ist frisch! Maximal 9-10 Grad am Grund, im Frühjahr dort auch mal 3 Grad. Wir trugen 5,5mm Halbtrocken plus 6mm Eisweste sowie Handschuhe plus natürlich ABC. Das war nicht zu viel! Ein Trocki wäre auch nicht die schlechteste Wahl. An Blei haben wir wegen Süßwasser und Stahlflaschen nur die Hälfte der sonst üblichen (Salzwasser)Menge gebraucht. Vor Ort gibt es eine gute Tauchbase, www.tauchsee-horka.de. Leihausrüstung, Blei (nur für integrierte Jackets) Flaschenbefüllung (kein Nitrox, nur Stahlflaschen), Aufenthaltsräume und Campground, alles da. Der See reicht locker auch für ein ganzes Tauchwochenende. Dann kann man auch den anderen 5/5er Multi "Horka - der Tauchcache" dranhängen. Der Zusatz-Tauchmulti GC2QPVD ist wesentlich aufwändiger, zeigt aber die ganze Vielfalt des Sees. Plane mindestens einen zusätzlichen Tauchgang dazu ein.

 

Fazit: ein für Statistiker und deutsche Tauchverhältnisse wirklich ungewöhnliches Tauchabenteuer!

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